zurück In Hoffenheim wurde in 2010 nun Deutschlands größtes Biomasse-Heizkraftwerk eingeweiht,

das von miscanthus befeuert wird. Das Kraftwerk, das von der BioEnergie Hoffenheim GmbH im Besitz von Familie Heß gebaut und betrieben wird, versorgt etwa 70 Gebäude im Ortskern mit Nahwärme, darunter Wohnhäuser, Geschäfte und Betriebe sowie das Ortsmuseum. Es wurde von der EU als Vorzeigeobjekt im Bereich erneuerbarer Energien ausgezeichnet und mit 200.000 Euro über den Bioenergiewettbewerb des Wirtschaftsministeriums Baden-Württembergs gefördert.

Der Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg, Ernst Pfister, forderte Landwirte, kleine und mittlere Unternehmen sowie Kommunen und Kreise auf, sich auch weiterhin am Bioenergiewettbewerb mit guten Ideen und innovativen Vorhaben zu beteiligen.

Jetzt hat sein Ministerium das innovative und vorbildliche Vorhaben über den landesweiten Bioenergiewettbewerb mit einem Zuschuss von 200.000 Euro gefördert. Die Mittel kommen hälftig aus Landesmitteln und hälftig aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen der EU-Strukturförderung „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“.

Die BioEnergie Hoffenheim GmbH hat das Heizwerk für den Brennstoff miscanthus gebaut. Neben der Verwendung moderner Heiztechnik und innovativer Filtertechnik werden heimische nachwachsende Rohstoffe eingesetzt. Ãœber ein Nahwärmenetz mit gut 2.500 Metern Länge werden derzeit 70 Gebäude sowie Gewerbebetriebe und öffentliche Gebäude mit Wärme beliefert.

Der Brennstoff miscanthus wird auf eigenen bzw. gepachteten Äckern fast ausschließlich auf der Gemarkung der Gemeinde Hoffenheim angebaut. Eine Anbaufläche von 39 Hektar ist das Ziel bis zum Jahr 2012.

miscanthus gilt als eine der ertragsreichsten Energiepflanzen bei gleichzeitig geringem Aufwand für Düngung und Pflanzenschutz. Durch die Verwendung von miscanthus können neue und zukunftsfähige Potenziale erschlossen und die Liste der Energiepflanzen erweitert werden. Die Wertschöpfungskette vom Anbau bis zum Endverbraucher auf engem lokalem Raum ist vorbildlich, ebenso die Umsetzung eines Nahwärmekonzeptes in einem von Altbauten geprägten Sanierungsgebiet.

Für den landesweiten Bioenergiewettbewerb steht eine jährliche Fördersumme von rund einer Million Euro bereit, um die sich Projektträger mit ihren Vorhaben bewerben können. Alle drei Monate werden die bis zum jeweiligen Stichtag eingegangenen Anträge unter Beteiligung eines Beirates mit Vertretern der Verbände, der Verwaltung und der Wissenschaft bewertet.