Ernte

Die Ernte des miscanthus Bestands kann nach dem Blattfall und damit etwa ab Ende Februar bis April (bis zum beginnenden Wiederaustrieb) erfolgen. Vorteilhaft ist ein Beginn der Ernte bei bodenschonender Befahrbarkeit der Böden und sobald die Stängel einen Trockenmassegehalt von etwa 80 % erreicht haben. Als Ernteverfahren sind sowohl Häckselketten als auch Ballenlinien etabliert. Bei den Häckselketten kommen reihenunabhängige Häcksler zum Einsatz (3-cm-Häcksel, Schüttdichte 120 bis 140 kg/m³) und erreichen Leistungen von ca. 30 bis 40 Tonnen/Stunde. Bei der Ballenlinie kommen Schwadmäher und Quaderballenpressen (15 bis 25 Tonnen/Stunde, Ballendichte 140 bis 150 kg/m³) oder selbstfahrende Quaderballenpressen mit Schneidwerk zum Einsatz. Die Aufnahme von feuchter Blattmasse vom Boden sollte unbedingt vermieden werden.

Ernte

  • mit Maishäcksler (mit reihenlosem Kempervorsatz) im Zeitraum März, April, Mai
  • der Jahresaufwuchs wird immer im Folgejahr nach Abfrieren und Abtrocknung geerntet
  • Wassergehalt sollte unter 20% liegen
  • Häcksellänge, nach Verwertungsschiene
  • Schnitthöhe 10 – 15 cm
  • Flächenleistung: 1 Stunde/ha bei optimaler Flächenform
  • Rodung: nach 20 – 25 Jahren Nutzungsdauer einpflügen, Einsaat einer Wiese, mehrmaliges mähen und ggf. zusätzliches Grubbern oder Auflösung durch manfred schulte – miscanthus

Erträge

15 bis 17 to/ha Trockenmasse als durchschnittliche Flächenleistung über eine Ertragsdauer von mindestens 20 Jahren auf gut wasserführenden humosen Braunerdeböden. In schwächeren Lagen sind 8 – 12, in besten 20 bis 25 to durchaus möglich

Im 1. Jahr kein Ertrag (Höhe ca. 1 m)
Im 2. Jahr erster Teilertrag (Höhe ca. 2 m)
Im 3. Jahr erste volle Ernte (Höhe 3 – 4 m)

Kosten

  • handsortierte Rhizome 0,15-0,20 € pro Stück zzgl. 7% MwSt., ab Hof
  • handsortierte, große Rhizome mit durchschnittlich mind. vier austriebsfähigen Augen
  • Pflanzungskosten (Bodenbearbeitung, Rhizome, Traktor, Pflanzmaschine, Pflanzenschutz und Arbeitsaufwand) variieren, erfragen Sie ein Angebot

 


Die Früchte der Arbeit wollen auch geerntet werden. Der richtige Zeitpunkt und geeignete Maschinen müssen gewählt werden. Sinnvollerweise sollte auch der Verwendungszweck der Ernte bekannt sein, damit gleich die richtige Behandlung angewendet wird. Erfahrungsgemäß lässt sich miscanthus sehr gut mit herkömmlichen Landmaschinen bearbeiten – ein neuer Maschinenpark ist deshalb nicht nötig. Einzig für die Ernte der Rhizome haben wir eine spezielle Erntemaschine gebaut, die seit 2006 erfolgreich im Einsatz ist.

 

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Im ersten Jahr wird der miscanthus-Bestand noch nicht genutzt. Die Pflanzen reifen ab Oktober ab und bleiben dann über den Winter stehen.

Die Rhizome ziehen die Nährstoffe aus dem Aufwuchs und verbessern mit dieser Stärkung ihre Ãœberwinterungsfähigkeit. Der Aufwuchs kann, muss aber nicht abgemulcht werden, da es nicht zu einer Behinderung des Neuaustriebs führt, wenn er stehen bleibt.

Für den Erntezeitpunkt ist der Wassergehalt in der Pflanze entscheidend: So könnte schon im Februar abgeerntet werden – es ist aber möglich bis zum Neuaustrieb der Rhizome zu warten. Mit etwa bis zu 15% Wassergehalt im Häckselgut ist es zu diesem Zeitpunkt ohne Einschränkungen lagerfähig!

Grundsätzlich eignen sich Maishäcksler mit reihenunabhängigen Schneidwerken für die miscanthus Ernte. Das miscanthus Häcksel besitzt ein Raumgewicht von ca. 100-120 kg/m ³. Bei Verwendung eines Abschiebewagens, mit dem das miscanthus Häckselgut vorverdichtet wird, erhöht sich das Raumgewicht auf 120-140 kg/m ³.