Wissenswertes

miscanthus (auch Elefantengras oder Chinagras) handelt es sich um meist sehr schnellwüchsige, winterharte, laubwerfende und horstbildende Gräser (keine lästigen Ausläufer wie z.B. bei Bambus oder Schilf).

Der auch als Chinaschilf bekannte schnellwüchsige hybrid miscanthus (sinensis) giganteus bietet wegen seiner starken Zuwächse bei minimalem Input und geringem Nährstoffentzug (c 4-pflanze) ideale Voraussetzungen für die Nutzung als hochwertiger, nachwachsender Rohstoff z.B. in der Automobil- oder Bauindustrie. außerdem ist miscanthus wegen seiner enormen Flächenleistung ein praktischer Holz- oder Heizölersatz (1 Hektar ersetzt rund 6.000 – 7.000 Liter Heizöl äquivalent!)

Das in China als Wildkraut wachsende miscanthus bietet dort vor allem Schutz vor Erosion. Da der Waldanteil in China nur 12 % beträgt, wird miscanthus für die Qualitäts-Papier-Herstellung dringend benötigt. 1989 wurden 480.000 ha miscanthus und phragmites australis geerntet. Es standen 1,4 Mio. to Erntegut für die Papierproduktion zur Verfügung.

Ein anderer interessanter Bereich liegt in der Produktion von biologisch abbaubaren Stoffen aus miscanthus . Die Fa. Napac in der Schweiz produziert mittels Extrudertechnik Blumentöpfe. Größter Abnehmer ist Holland, die auf Bergen von alten Plastiktöpfen sitzen.

Die in den Niederlanden angelegten ca. 15 ha miscanthus werden von der Agro-miscanthus betreut und hier vorwiegend für Tiereinstreu verwandt.

In Dänemark wird neben der Dachdeckung (wie mit Reet), auch an der Kompostierung (Torfersatz) und in besonderem Maße an der Herstellung von Naturstoff-Sandwiches gearbeitet. Diese sollen als Wand- und Bodenelemente Verwendung finden, in LKW-Aufliegern oder aber auch als Rotorblätter in Windkraftanlagen.

In der Eifel wird die miscanthus -Masse nach dem erhitzen bei 300 bar in Formen extrudiert, so dass Fensterrahmenprofile entstehen. Die Produktion beträgt jährlich u.a. 500.000 Fensterrahmen und 15.000 Haustüren.

In Österreich wird die direkte thermische Verwertung von miscanthus favorisiert. Beim häckseln wird das Erntegut auf Anhänger geblasen. Der Energieertrag beträgt äquivalent 6.000 bis 8.000 Liter Heizöl el/ha.

Es ist zum Thema ein Tagungsband „miscanthus – vom Anbau bis zur Verwertung“ erschienen. Der 120 seitige Band (ISBN 3-89573-101-3) kann bei Herrn Dr. Pude oder per e-mail r.pude@miscanthus.de bestellt werden. Natürlich können Sie diesen auch über uns beziehen. Schauen Sie doch auch einmal bei https://www.miscanthus.de vorbei.